Meine schönsten Gedichte

Der Herbst zieht ein

Stundenweise zeigt sich die Sonne,
färbt das Laub in Rot und Braun.
Ich durchstreife es mit Wonne,
in der Natur gibt’s viel zu schauen.

Früchte fallen von den Bäumen,
Eichkätzchen tragen sie davon.
Wildbäche laden ein zum Träumen,
- auch die Pilze wachsen schon.

Feucht und weich ist Mutter Erde,
über mir ertönt Gesang.
Eine große Wildschweinherde
zog direkt am Bach entlang.

In der Ferne hör ich es klopfen.
Vermutlich hämmert gerad ein Specht.
In der Brusttasche der gute Tropfen,
kommt mir jetzt gerade recht.

Wie gern würde ich diesen teilen,
doch ich wandere stets allein.
Suche mir ein Plätzchen zum Verweilen
und lade nur die Sonne ein.

Der Krabbenfischer

Der Herbstwind streift über das flache Land,
 die letzten Sonnenstrahlen wärmen die Haut.
 Wir schauen aufs Wasser, - am Nordseestrand
 Wogen und Wellen sind uns vertraut.
 Eine Möwe fliegt kreischend durch die Luft,
 sucht nach einem fetten Fisch.
 Ein Sylter Krabbenfischer ruft:
 „Nordseekrabben, heute ganz frisch!“
 Der alte Seemann hat seinen Stand
 immer an der gleichen Stelle.
 Pult die Krabben mit sicherer Hand,
 sitzt hier direkt an der Quelle.
 Seine Haut ist rosig und sonnengegerbt,
 seine Stimme tief und rau.
 „Den Krabbenkutter hat er geerbt“,
 verrät uns des Seemanns Frau.
 Er hält uns den Beutel mit Krabben hin
 und steckt sich ein Tier in den Mund.
 „Das ist das reinste Protein
 und obendrein gesund.“
 Jetzt schmunzelt er als wollt er sagen:
 Schaut mich an, ich bin der Beweis.
 Rohe Krabben sind nichts für meinen Magen,
 ich esse die Tierchen nur heiß.
 

Schenk mir ein Lächeln

Schenk´ mir heut´ ein kleines Lächeln,
mach´ mir bitte etwas Mut.
Bring´ die Sonne in mein Leben,
- das tut meiner Seele gut.

Das Strahlen in deinen grünen Augen
erhellt so manchen trüben Tag.
Lass´ nicht zu, dass es erlischt,
weil ich es so an dir mag.

Mit Liebe und mit Heiterkeit
holst du mich aus jedem Tief.
Du fängst mich immer wieder auf,
läuft im Leben etwas schief.

Dankbar reiche ich dir die Hand.
Ohne dich wäre mein Leben trist.
Ich habe schon sehr früh erkannt,
dass du etwas Besonderes bist.

Es wird Herbst

Ein leichter grauer Nebenschleier
überzieht das grüne Tal.
An unserem kleinen Wiesen-Weiher,
sitze ich so manches Mal.

Wildgänse ziehen rasch vorüber,
verabschieden sich jetzt mit Geschrei.
Der Weiher zeigt sich deutlich trüber,
als im Wonnemonat Mai.

Die Blätter an den alten Bäumen
erstrahlen schon in goldenen Farben.
Von dieser Pracht kann man nur träumen,
- welch wunderschöne Gottesgaben.

Der Wind wirbelt die bunten Blätter
über die satte grüne Wiese.
Ich liebe dieses kühle Wetter,
den Herbst, mit seiner frischen Brise.

Es riecht nach frischem Bärlauch,
nach Pilzen und feuchtem Unterholz.
So mancher kleine Wildstrauch,
zeigt seine reifen Früchte stolz.

Ich pflücke Hagebutten
und nehme sie mit nach Haus.
Denn ich kenne jemanden,
der brennt gern Schnaps daraus.

Edelgart und Eberhard

Der dicke Eber, Eberhard,
hat gerade noch im Stroh gescharrt.
Jetzt liegt er neben Edelgart,
die an Zuneigung nicht spart.

Sie präsentiert ihm ihre Zitzen,
da kommt der Eber schon ins Schwitzen.
Sein Herz schlägt im Dreivierteltakt.
Wie schön wär jetzt ein Liebesakt.

Ihre Ferkel, zart und niedlich,
schlummern in der Früh noch friedlich.
Kein Grunzen und kein Futterneid,
nur Ruhe, Nähe, Zärtlichkeit.

Er schaut die Sau an und denkt sich gerade,
dass wir nicht allein sind, ist wirklich schade.
Wie gern würde ich Edelgart verwöhnen.
Ich mag ihr wohlig sattes Stöhnen.

Wäre es jetzt finstere Nacht,
würde ich sie lieben, bis die Schwarte kracht.
Sie hat den allerschönsten Schinken,
mit ihr möchte ich im Heu versinken.

Traurige Erkenntnis

Ich stehe im Garten, liebestrunken
und schaue auf die Vergissmeinnicht.
So ganz und gar in mich versunken-
im fahlen Abenddämmerlicht.

Du fehlst mir sehr, muss ich gestehen.
Hattest nicht mal ein Abschiedswort.
Du sagtest mir, „ich möchte gehen“.
Kurz danach warst du schon fort.

Meine Tränen konntest du nicht sehen,
du hast dich nicht mehr umgedreht.
Was ist denn nur mit uns geschehen?
Ist es nun endgültig zu spät?

Wir haben uns doch blind vertraut,
geliebt und immer respektiert.
Du hast mich lächelnd angeschaut,
- von Abschied habe ich nichts gespürt.

Das Feuer in dir war erloschen.
Gespräche ergaben keinen Sinn.
Dann fiel bei mir endlich der Groschen.
Du liebst die nette Nachbarin.

 

Lass´ sie wachsen

Lass´ die Blumen doch im Garten,
auf den Wiesen und im Wald.
Stehen sie erst in deiner Vase,
dann verwelken sie auch bald.

Traurig neigen sie die Köpfe,
die Stängel knicken kraftlos ein.
Sie sehen trist und farblos aus
und sehnen sich nach Sonnenschein.

Greif nicht ein in die Natur,
die Bienen werden es dir danken.
Erfreue dich draußen an den Pflanzen,
lass´ sie wachsen, lass sie ranken.

 

Ein  Freund

Du bist ein guter Freund von mir,
dem man vertrauen kann.
Wie oft sitze ich bei dir
und du hörst mich nur an.

Du schweigst und gibst mir einen Rat,
sehr weise und sehr klug.
Manchmal schreitest du auch zur Tat,
entschlossen und mit Mut.

Brauche ich Hilfe, bist du da,
bei Tag und auch bei Nacht.
Ich fühle mich dir oft so nah,
dass mir das Sorgen macht.

Geht es mir schlecht, leidest du mit,
für einen Augenblick.
Führst mich sachte, Schritt für Schritt
ins Leben dann zurück.

Du bist ein guter Kamerad,
zum Anlehnen und zum Schwätzen.
Wohl dem, der solche Freunde hat,
ich weiß das wohl zu schätzen.

 

Die Fischer von Isla Sal

Auf dem alten Steg stehen Touristen,
die Fischerboote legen jetzt an.
Auf dem Wasser schaukeln rostige Kisten,
die Attraktion ist heut´ein junger Mann.

Er lebt in einer fremden Welt,
ist Luxus nicht gewohnt.
Verdient mit Fischen hier sein Geld,
ein Job, der sich kaum lohnt.

Er nimmt 10 Fische in die Hand,
macht einen Kopfsprung damit vom Kahn.
Taucht durchs Wasser, - bis ans Land
und schaut mich lächelnd an.

Jetzt strahlt er über beiden Ohren,
genießt unseren Applaus.
Er hat nicht einen Fisch verloren,
sieht stolz und glücklich aus.

Seine Fische legt er auf den Steg
und springt zurück ins Meer.
Er taucht noch sehr oft diesen Weg,
das Boot ist noch nicht leer.

Jede Erinnerung zählt

Ich brauche mir nichts mehr beweisen,
kann gechillt durchs Leben gehen.
Ich hatte viele schöne Reisen,
habe mich gründlich umgesehen.

Vieles habe ich festgehalten,
in Gemälden und Gedichten.
Gehöre ich mal zu den „ganz Alten“,
erzähle ich gern meine Geschichten.

Erinnerungen werden verblassen.
Im Alter sitze ich dann zu Haus.
Sollte mein Gedächtnis mich verlassen,
hole ich die Fotobücher raus.

Dann schaue ich mir die Bilder an,
von den schönsten Inseln dieser Welt.
Ich hoffe, dass ich mich erinnern kann,
denn jede Erinnerung im Alter zählt.

 

Du bist ein Meister am PC,
hast immer den richtigen Tipp.
Kennst dich aus mit USB,
und komprimierst am liebsten mit Win-Zip.

Du kämpfst gegen aggressive Viren,
bist jedem Trojaner auf der Spur.
Du bist ein Profi im Programmieren
und vertraust der Fehlerkorrektur.

Würde es kein I-Phone geben,
keinen Lapp-Top und kein Touchscreen,
hätte für dich das Leben,
vermutlich wenig Sinn.

Du zappst dich täglich durch deine Welt,
wichtig sind Speicherplatz und Daten.
Vergisst dabei, was wirklich zählt,
 - lässt deine Liebste warten.

 

Zufällig an einem Tisch

Du hast ein Funkeln in den Augen
und ein Lächeln im Gesicht.
Deine Haare glänzen golden,
wenn das Licht sich darin bricht.

Du hast muskulöse Arme,
die du keineswegs versteckst.
Interessant, wie du mich ansiehst,
wie du mein Interesse weckst.

Zum Lesen brauchst du eine Brille.
Du trägst ein grünes Polo-Shirt.
Dein Haarschnitt ist auffallend modisch,
was mich erst einmal verwirrt.

Ich lausche dir, wenn du erzählst.
Habe mir noch ein Glas Wein bestellt.
Du bist mal ernst und manchmal lustig,
was mir recht gut an dir gefällt.

Wir sitzen zu zweit an einem Tisch.
Du wolltest nur kurz zu Abend essen.
Bei eins, zwei Gläschen Rotwein,
den öden Alltagsstress vergessen.

Ich hänge gespannt an deinen Lippen,
und versinke in deinem Blick.
Die Zeit läuft uns gerade davon ,
ich drehe die Uhr heut´gern zurück.

 

Der Straßenmusikant

An manchen Tagen steht sie Kopf,
- Leos bescheidene kleine Welt.
Zum Beispiel wenn in seinen Topf
ein Zwanzig-Euro-Schein reinfällt.

Er steht immer an derselben Ecke,
die Gitarre unter seinem Arm.
Sein Hund liegt friedlich auf einer Decke,
denn auf der Straße ist es nicht warm.

Leo verdient sich seit vielen Jahren
sein Geld als Straßenmusikant.
Jeden Cent möchte er gern sparen,
für einen Trip durchs ganze Land.

Im Sommer bleiben die Menschen stehen,
im Winter sind sie oft in Eile.
Dann sieht er sie vorübergehen,
auf der belebten Einkaufsmeile.

Ich steh´ hier oft, lausche seinem Lied,
seine Stimme schmeichelt meinen Ohren.
Mache ich die musikalische Reise mit,
fühle ich mich wie neu geboren.

 

Die alte Dame von Gegenüber

Manchmal sehe ich sie weinen,
meistens, wenn sich der Abend neigt.
Von weiten möchte man dann meinen,
dass sich die Einsamkeit dann zeigt.

Ihre Blicke schweifen in die Ferne,
das weiße Haar schimmert im Licht.
Vielleicht zählt sie ja gerad´ die Sterne?,
heute Nacht ist wieder klare Sicht.

Ich kenne die Dame nur vom Sehen,
doch sie erscheint mir sehr vertraut.
Wenn wir Zwei am Fenster stehen,
haben wir uns oft angeschaut.

Sehr oft winke ich zu ihr rüber,
 dann huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.
Ich mag die Dame von gegenüber,
sie wirkt so zerbrechlich, im schwachen Licht.

 

Glücksmomente

Die Straßenbahn ist so rappelvoll,
dass ich keinen Sitzplatz find´.
In den meisten Gesichtern sehe Groll,
obwohl der Tag doch erst beginnt.

Jeder hat mit sich zu tun,
ist beschäftigt mit seinen Sorgen.
Ich würde auch gern noch etwas ruhen,
und blinzle in den Morgen.

Da drängelst du dich durch die Bahn,
mit jugendlichem Elan.
Du streifst ganz sachte meinen Arm,
- ich halte den Atem an.

Ich bin hellwach und drehe mich um,
du drückst den Halteknopf.
Ich bin irritiert, verwirrt und stumm.
Was spielt sich ab, in meinem Kopf?

Du hast mich nur ganz kurz berührt,
und ein Feuerwerk entfacht.
Ich habe dich so intensiv gespürt.
und den ganzen Tag an dich gedacht.

Wie kann ich dich nur wiedersehen?
Gedanken drehen sich im Kreise.
Dieser Moment war einfach schön.
Auf eine ganz besondere Weise.

 

Philippe erfreut mein Herz

Ich gehe sehr oft ins Varieté,
lausche ihm gern, - er spielt so leise.
Wenn ich den Clown Philippe seh,
gehen meine Gedanken schnell auf Reise.
Ich denke an meine Kindheit,
an die lustigen, bunten Zirkusleute.
Daran, dass jeder Clown in jenen Zeit,
mich als Kind so sehr erfreute.
Er spielt auf einer kleinen Violine,
die Melodie erreicht mein Herz.
Philippe berührt all´ meine Sinne,
ich verspüre Freud´ und Schmerz.
Seine Augen sehen traurig aus,
er wippt mit seinem großen Schuh.
Zum Schluss bekommt er viel Applaus.
Im Scheinwerferlicht winkt er mir zu.

 

Weil ich dich mag

Knuddeln, kuscheln, lieben, raufen,
mit dir durch das Leben laufen,
nicht immer geht es nur bergauf,
falle ich tief, - fängst du mich auf.

Du beschützt mich Tag und Nacht,
hast mir so viel beigebracht,
begrüßt mit mir fast jeden Morgen,
bei dir fühle ich mich geborgen.

Mit dir schnarche ich im Duett,
teile mit dir Tisch und Bett,
bin ich auch manchmal kalt wie Eis,
wenn du mich wärmst, dann wird mir heiß.

Zanken können wir wunderbar,
danach sehen wir wieder klar.
Spätestens bis zum Mittagessen
ist der kleine Zwist vergessen.

Merkst du, dass mich etwas quält,
schaffst du es ganz schnell aus der Welt.
Mit netten Worten und kleinen Scherzen,
öffnest du dir alle Herzen.

 

Neue Wege

Ich muss neue Wege beschreiten,
in diesen stürmischen Zeiten.
Ein Ortswechsel macht Sinn,
- wo zieht es mich hin?

Das Leben geht weiter,
es wäre gescheiter,
etwas Neues zu wagen,
anstatt immer zu klagen.

Ich habe vieles geschafft,
hab´ noch unglaublich viel Kraft,
kann noch so viel erreichen
und stelle die Weichen.

Ich möchte die Veränderung spüren
und noch so vieles ausprobieren.
Mein Herz ist bereit,
für mich wird es Zeit.

 

Im Straßencafe´

Das Leben ist hektisch, wohin man schaut,
gestresste Menschen, - in den Straßen ist ´s laut.
Niemand hat Zeit, in der Hand „Kaffee to go“,
die Zeitung unterm Arm, - und ab ins Büro.
Autos hupen, die Straßenbahn rasselt vorbei,
ein Radfahrer klingelt sich den Weg schimpfend frei.
Ich sitze im Café, schaue mir das Treiben still an,
am Nachbartisch telefoniert gerade ein Mann.
Der Kellner bringt mir frischen Erdbeerkuchen,
die Beeren muss ich unter der Sahne suchen.
Ein Latte Macchiato mit Herzchen, ach, ist das schön,
das habe ich bisher nur im Fernsehen gesehen.
Das Glas ist so heiß, dass ich mich verbrenne.
Warum keine Tasse mit Henkel, so wie ich es kenne?
Der Herr, mir gegenüber, lächelt und schaut interessiert,
ich habe das Gefühl, das gleich etwas passiert.
Schwungvoll erhebt er sich von seinem Stuhl,
kommt auf mich zu - und lächelt cool.
„Entschuldigung“, sagt er zu mir, völlig entspannt.
„Ich habe dich schon von weitem erkannt.“
Meine Sandkastenliebe, hier im Straßencafé,
wer hätte gedacht, dass ich ihn gerade hier seh?
Seine Augen leuchten, vertraut und warm,
behutsam nimmt er mich in seinen Arm.
Die Begrüßung ist herzlich, ich biete ihm einen Platz an.
Mein kleiner Tommy, ist inzwischen ein stattlicher Mann.
Er erzählt mir von seinem Studium, wo er überall war.
Wir lassen Erinnerungen aufleben und sind uns so nah.
40 Jahre sind vergangen, wo ist die Zeit nur geblieben?
Ich glaube, ich könnte mich auch in Thomas verlieben.
Während wir fröhlich im Gespräch versinken,
schlürfe ich lauwarmen Kaffee, - so lässt er sich trinken.
Niemand schaut auf die Uhr, niemand schaut aufs Display.
Romantik pur, - im Straßencafé.

 

Wenn ich eine Möwe wär,
würde ich die Welt von oben sehen
und im großen, kalten Meer,
so manchen dicken Fisch erspähen.

Ich würde frische Seeluft tanken.
Im Gleitflug durch die Lüfte schweben.
Mich um jeden Bissen zanken,
denn schließlich gehst ums Überleben.
 
Ich wäre ein Räuber ohne Gewissen,
und frei von jeder Art von Sorgen.
Ich würde den Tag schon früh begrüßen,
und meine Runden drehen am Morgen.

Der Leuchtturm wäre mein Zuhause,
das Dünengras die Gartenhecke.
Dort brütete ich den Nachwuchs aus,
in einer stillen, warmen Ecke.

Niemand würde mich dort stören,
weil mich ja niemand sieht.
Ich würde nur die Wellen hören,
der Wind sänge mir sein Lied.

Ich würde gern zur Abendzeit
oben auf dem Leuchtturm sitzen
und aus purem Zeitvertreib
des Leuchtrumwärters Brot stibitzen.
 

Der arme, alte Mann

Dort sitzt er wieder, der alte Mann,
mit seinem Struwwelkopf.
Er bettelt die Passanten an,
und rasselt mit dem Topf.

So mancher Euro fällt hinein,
und bewahrt ihn vor der Not.
Kauft er dafür Schnaps und Wein,
oder Wurst und Brot?

Seine Turnschuhe sind abgewetzt,
die graue Jacke abgetragen.
Sein Alter habe ich schon oft geschätzt,
doch kann es schwerlich sagen.

Er scheut das grelle Tageslicht,
sitzt windgeschützt im Kalten.
Eine dunkle Kappe verdeckt sein Gesicht
und die tiefen Sorgenfalten.

Seine Gesichtszüge wirken eingefroren,
ob er auch lachen kann?
So traurig wird man doch nicht geboren,
- auch nicht als armer Mann.

Er bettelt an dieser Stelle schon seit Jahren,
sitzt hier tagein, tagaus.
Was für ein Schicksal ist ihm widerfahren,
hat er denn kein Zuhaus?

Ich fasse Mut, frage wo er wohnt,
mich nervt diese Wissenslücke.
Fragen ist er scheinbar nicht gewohnt.

Er zeigt stumm auf die schmale Brücke.

 

Du fehlst mir

Du fehlst mir so sehr,
ich spüre diesen stechenden Schmerz.
Es ist schon ein paar Jahre her,
doch es bricht mir noch immer das Herz.

Du warst meine Liebe, - mein Glück,
wir teilten stets Freude und Leid.
Denke ich an unsere Jahre zurück,
war es meine schönste Zeit.

Wir haben das Leben genossen,
sind durch viele Länder gezogen.
Haben unsere Erfolge begossen,
und uns oft vor Lachen gebogen.

Ich sehe uns noch in Venedig
auf der Rialtobrücke stehen.
Ein Moment, für immer und ewig.
Mit dir war es einmalig schön.

Wir saßen im hippsten Café,
aßen das beste Gelato der Stadt.
Auf dem Markusplatz, ganz in der Näh,
sahen wir uns an den Menschen satt.

Wo sind die Jahre geblieben?
Mir kommt es vor, als wenn `s gestern war.
Ich werde dich immer lieben,

du bist mir noch immer sehr nah.
 

Storch in seinem Horst vor Sonnenuntergang

Der Weißstorch

Der Weißstorch nutzt die frische Brise
und landet auf der grünen Wiese.
Bei Familie Adebar gibt’s meistens Fisch,
den gibt es im Nachbarteich ganz frisch.
Frau Störchin stolziert zur Futterquelle
und fischt nach einer Lachsforelle.
Jetzt breitet sie die Flügel aus
und segelt übers Nachbarhaus.
Auf dem Schornstein liegt ein Rost,
darauf befindet sich der Horst.
Jungstörche klappern nach der Mutter,
- sie hat im Schnabel reichlich Futter.
Den Fang verteilt sie an ihre Kleinen,
mit den langen roten Beinen.
Frau Adebar lässt sich nun nieder,
und wärmt ihre Jungen im Gefieder.
Niemand soll hungern oder frieren,
nur ihre Mutterlieb spüren.

 

Abendstimmung am See

Die Fuhse ruht in ihrem Bett,
im See spiegeln sich die Bäume.
Alles ist friedlich, selbst der stolze Schwan
versinkt in schöne Träume.
Die Abendsonne am Firmament
hat an Kraft schon längst verloren.
Jetzt werden die Kaninchen wach
und spitzen ihre Ohren.
Es summt und zirpt im Buschgeäst,
die Vögel zwitschern munter.
Wildenten schlafen schon im Nest,
die Sonne geht langsam unter.

 

Agadir, Marokko

Blauer Himmel, Sonnenschein,
die Brandung rauscht am Meer.
Die Ruhe lädt zum Träumen ein,
entspannen fällt nicht schwer.

Gedanken nehmen ihren Lauf,
hier lasse ich mich treiben.
Ich nehme alles Schöne auf,
versuche es aufzuschreiben.

Zitronen reifen an den Bäumen
Strelitzien vor den Häusern blühen,
Kakteen und Palmen, die Wege säumen,
einige Möwen kreischend weiter ziehen.

Livemusik klingt aus der Strandbar,
Fischgeruch liegt in der Luft.
Der Himmel strahlt wolkenlos und klar,
ich folge diesem feinen Duft.

Gemüse brutzelt in der Pfanne,
die Fische auf dem Grill sind gar.
Mit frischem Saft gefüllt die Kanne,
hier genieße ich den Februar.

 

Studenten-Alltag

Mein neues Zuhause, welch ein Jammer,
ist eine klitzekleine Kammer,
ganz oben, unterm Dachjuchhe,
von der ich Mond und Sterne seh´.

Hier sitze ich und sollte lernen,
doch schau´ ich lieber zu den Sternen.  
Gedanken gehen auf weite Reise,
und drehn sich immer fort im Kreise.

In den Straßen Lichterglanz,
aus den Diskos dröhnt Musik zum Tanz,
kühle Luft dringt in mein Zimmer,
zum Lernen komm´ ich heute nimmer.

Ich denke an die Fakultät.
Zum Essen ist es jetzt zu spät.
Die Bücher werden zugeschlagen,
ich gehe ins Bett, mit leerem Magen.

Einsam, in einer fremden Stadt,
nicht viel Geld und oft nicht satt,
stets müde, doch immer wissbegierig,
das macht den Alltag oftmals schwierig.

 

So ist Tennis

Es gibt immer einen Verlierer

Ein Tennisspiel ihr lieben Leut´,
endet nicht immer nur mit Freud´.
Ob Volley, Passierschlag oder Lob,
zur Weißglut bringt uns jeder Stopp.
Es wird gefeitet, geschimpft gerannt,
den Schläger locker in der Hand.
Der Gegner ist schon ganz von Sinnen,
möchte das Match für sich gewinnen,
versucht es mit List und allen Tricks
doch erreicht im Grunde nix.

Du gehst als Sieger stolz vom Feld,
dein Gegenüber schaut gequält.
„Der Schläger taugt nichts, das ist klar,
der Platz ist auch recht sonderbar."
"Ich bin nicht konzentriert, der Ball verspringt",
oh wie vertraut dies alles klingt.

„Das nächste Mal, du wirst schon sehen,
werde ich hier als Sieger stehen."
"Heute war es windig, mir ist nicht gut,
 Ich hab´ noch Restalkohol im Blut."
"Beim nächsten Mal werde ich dich packen,
heut´ hatte ich Blasen an den Hacken.“

So reden sie, die Kameraden,
massieren wichtig ihre Waden.
Obwohl er heut´, das ist ganz klar,
der deutlich Schlechtere doch war.
Er überschätzt sich, so wie die meisten,
kann sich Niederlagen scheinbar nicht leisten.
Wer nicht gewinnt, muss sich nicht grämen,
sollte lieber Trainerstunden nehmen.
Oder er spielt so gut erkann,

nach dem Motto: Just for fun.

 



Jedem eine Chance

Dunkle Augen, die mich ängstlich streifen,
Traurigkeit liegt im Gesicht.
Junge Mütter, die es nicht begreifen,
warum man nicht mit ihnen spricht.

Einsamkeit und bittere Armut,
der Aufenthalt ist unbestimmt.
Menschen, denen es jetzt gut tut,
wenn man sie in Obhut nimmt.

Die Heimat liegt fernab in Trümmern.
Angst und Hunger, - jeden Tag.
Freiwillige, die sich aufopfern und kümmern,
soweit die Kraft es noch vermag.

Junge Männer, die wieder hoffen,
möchten gern zur Arbeit gehen.
Beobachten jetzt ganz betroffen,
wie viele auf der Straße stehen.

Helft mit und gebt ihnen eine Zukunft,
habt etwas Mut, Verstand und Kraft.
Was man mit Nächstenliebe und Vernunft,
in dieser Welt doch alles schafft.

 

Die Tänzerin

Sie tanzt so anmutig und schön,
verzaubert mit ihrer Eleganz.
Leicht, als würde sie spazieren gehen,
zelebriert sie ihren Tanz.

Jede Drehung ist perfekt,
sie schwebt galant dahin.
Die Füße sind gut durchgesteckt,
erhaben hebt sie ihr Kinn.

Jahrelang hat sie trainiert,
Ballett liegt ihr im Blut.
Sie hat so viele inspiriert,
mit ihrem Fleiß und Mut.

Sie nimmt mich mit in ihre Welt,
holt mich aus dem Alltag raus.
Immer wenn der Vorhang fällt,
genießt sie den Applaus.

 

Tanzschuhe

Manchmal hole ich sie aus dem Schrank,
nur, um sie noch einmal anzusehn.
Gut verpackt und blitzeblank,
werden sie dort noch lange stehn.

Erinnerungen werden wach.
Ich lag so gern in deinem Arm.
Denke ich heute darüber nach,
wird mein Herz vor Wehmut warm.

Die roten Schuhe mit den Spangen,
erinnern mich an eine schöne Zeit mit dir.
Viel zu früh bis du gegangen,
nur die Erinnerungen bleiben mir.

Du hattest ein Gefühl für Rhythmus,
wir tanzten gern bis in die Nacht.
Oft hat mich nur ein einziger Kuss,
von dir - um den Verstand gebracht.

Ich ziehe die roten Schuhe an,
laufe im Zimmer auf und ab.
Schau mir dabei dein Foto an,
und weiß, was ich verloren hab´.

 




Eingesperrt im Hühnerhaus

Bauer Heinrich tut mir leid.
Gerade jetzt zur Winterszeit,
steht seine Existenz stark auf der Kippe.
Man spricht sogar von Vogelgrippe.
Im Stall hockt jetzt das Federvieh,
in der Legebatterie.
Vorbei die Zeit im Freigehege,
der stolze Hahn wirkt faul und träge,
kann seine Hennen nicht beglücken,
hier muss man dicht zusamm
enrücken.
Die armen Tiere sind gefangen
und sitzen traurig auf den Stangen.
Glückliche Hühner sehen anders aus,
kein Huhn lebt gern im Hühnerhaus.
In diesem alten Stallgehäuse
leben Parasiten und auch Läuse.
Der Kehllappen und der rote Kamm,
standen im Freigehege stramm.
Draußen war das Klima ideal,
- viel besser als im Hühnerstall.
Selbst bei Schnee oder bei Regen,
wollten sie sich gern bewegen.
Das Federkleid war dick und weiß,
und wenn der Hahn kam, dann wurd `s heiß.
Er war ein richtiges Prachtexemplar
und liebte seine Hühnerschar.
Jeden Morgen, in der Früh,
erklang sein Weckruf, „Kikeriki“.
Jetzt schaut der Gockel farblos aus,
lebt eingesperrt im Hühnerhaus.
Der Glanz in seiner Farbenpracht,
ist gewichen über Nacht
Auch seine hübschen Legehennen,
sind nicht wieder zu erkennen.






Nicht immer haben Engel Flügel

Mein Engel erhört mich auch im Alltag,
öffnet mir des Herzens Tor.
Er möchte immer für mich da sein,
und leiht mir willig stets sein Ohr.
Mein Engel hat Geduld und liebt mich.
Er sagt nie: „Hab´ keine Zeit.“
Er ist, wann immer ich ihn brauche,
einfühlsam und hilfsbereit.

 




Sal Cabo Verde

Ab in die Wärme, nicht lange überlegen,
einfach mal der Sonne entgegen.
Die Kapverden locken, - die Äquatorsonne,
das ist im Winter schon eine Wonne.

Der laue Passatwind streichelt die Haut.
Die Menschen sind uns so vertraut.
Live-Musik klingt durch die dunkle Nacht,
was sie zu etwas Besonderem macht.

Santa Maria erwacht nachts zum Leben.
Junge Mädels, die wiegend die Hüften bewegen.
Bars und Discos funkeln in den Lichtern der Nacht,
hier wird die Nacht zum Tag gemacht.

Auf dem Dorfplatz treffen sich abends die Menschen, - klein und groß.
Einheimische mit einem Lapp-Top auf dem Schoss.
Sie scheinen jetzt ihr Glück gefunden,
sind mit der ganzen Welt verbunden.

Die Surfer und Kiter tummeln sich auf Sal,
genießen hier jeden Sonnenstrahl.
Der warme Passatwind und das herrliche Wetter,
lockt sie alle auf die Bretter.

Ab in den Flieger, in diese andere Welt.
die uns nach Jahren noch immer gefällt.
Überall nette Menschen, mit Rhythmus im Blut,
so ein Urlaub, im Winter, tut der Seele so gut.





Kinderlachen dringt durch Haus,
erfreut mein Seniorenherz.
Die Mädels sehen bezaubernd aus,
vergessen ist all mein Schmerz.
Ein kleiner Windfang, springt herum,
schüttelt seine blonde Pracht.
Ich schaue zu und nicke stumm,
weil mir das Freude macht.
Zahnlücken erinnern mich an Zeiten,
die ich längst vergessen hab.
Welch einen Spaß sie mir bereiten,
die Kinder halten mich auf Trab.
Ein Mädchen ruhig, das andere lebhaft,
den Kopf voller Ideen.
Klein und zart, - doch voller Kraft,
ganz niedlich an zu sehn.
Anschmiegsam und sehr zerbrechlich,
mal Clown, mal Lilli Fee.
Alles wird so nebensächlich,
wenn ich die Kinder seh´.

 




Freundlichkeit erobert Herzen.

Ein Lächeln wiegt mehr als Gold und Geld.
Mit deinem Funkeln in den Augen,
verzauberst du die ganze Welt.
Ein nettes Wort zeigt rasche Wirkung
und verschönert mir den Tag.
Ehrlichkeit und Herzenswärme,
sind Dinge, die ich an dir mag.
Ein kleiner Scherz im tristen Alltag,
kann manchmal sehr erheiternd sein.
Du überraschst mich immer wieder,
bringst in mein Leben Sonnenschein.

 


Das Hausfrauen-Dasein ist nicht leicht.

Du musst täglich funktionieren,
Mann und Kinder herum chauffieren.
Kochen, bügeln, die Wohnung putzen
und die kleinen Pausen nutzen
um den Garten zu gestalten.

Keine Zeit um abzuschalten.

Kommst du am Abend dann zur Ruh,
fallen dir die Augen zu.
Der Ehemann schaut skeptisch drein.
Das kann`s doch nicht gewes
en sein.
Er möchte am Abend noch einmal raus,
und lockt mit einem Gaumenschmaus.

Mühsam zwingst du dich zum Lachen
und hüpfst in deine schicken Sachen.
Ruckzuck noch die Haare föhnen
und die blassen Wangen tönen.
Erschöpft steigst du in seinen Wagen,
ohne zu zetern und zu klagen.

Früh musst du dich aus den Federn schwingen,
die Kinder rasch zur Schule bringen
und beim nahen Supermarkt
wird noch ruckzuck eingeparkt.
Du hast deinen Kindern ja versprochen,
etwas Leckeres zu kochen.

Der Rhythmus ist seit Jahren gleich,
du bist der Chef in deinem Reich,
die Putzfrau und die Lehrerin,
der Koch und Kindergärtnerin.
Krankenschwester, Kummertante,
Ehefrau und Gouvernante.


Die Nadel im Heuhaufen

Single-Treff im Nachbarort.
Dort gehen wir heut´ hin.
Nur selten gehe ich noch fort,
doch dieser Treff macht Sinn.
Ich schaue mich rasch um im Saal,
ein abschätzender Blick.
In den Gesichtern, Pein und Qual,
die Suche nach dem Glück!
Ach, wäre ich nur daheim geblieben,
hätte ich doch „nein“ gesagt.
Könnte ich einen dieser Herren lieben?
Hab ich mich gefragt.

Die Tür geht auf, ER kommt herein.
Selbstbewusst und gut gelaunt.
So ein Prachtkerl - und allein?!
Ich hab´ nicht schlecht gestaunt.
Seine Nähe zieht mich magisch an.
Wer hätte das gedacht.
Mein Blick klebt nur an diesem Mann.
Ob er mich glücklich macht?

Jetzt lächelt er und schaut zu mir.
Mein Herz macht einen Satz.
Er lehnt so lässig an der Tür,
- bei mir ist sooo viel Platz.
Beim nächsten Foxtrott fragt er mich:
„Darf ich zum Tanze bitten?“
Ich jubiliere innerlich,
bin hinterher geschritten.
Oft denke ich nur: Welch ein Glück!
Blicke zurück auf viele schöne Stunden.
Denke ich an diesen Tag zurück,
habe ich die „Nadel im Heuha
ufen“ gefunden.

 

Anglerlatein

Ein Angler hockt entspannt am See,
dies sieht ein alter Mann.
Er ist schon fast in seiner Näh´,
und spricht den Angler an.
Der Alte deutet auf den großen Topf,
in dem zwei Fische schwimmen,
 fasst sich verwundert an den Kopf:
„Da kann doch was nicht stimmen!?“
Der Angler dreht sich langsam um
und fragt: „Was ist denn los?“
„Bitte nehmen sies mir nicht krumm,
die beiden Fische sind aber groß.“
„Heute beißen nur die Großen,
das muss am Wetter liegen,
und mit diesen Flossen,
können sie fantastisch fliegen.
Und diese zwei sind - ungelogen,
freiwillig in meinen Topf geflogen.“
Nach einer kleinen Pause,
lächelt der Angler stumm.
Er hatte die Fische zuhause,
in seinem Aquarium.
Jetzt setzt er sie gleich aus,
der Abschied fällt ihm schwer,
den ersten Fisch holt er schon raus
und schaut ihm hinterher.



Des Surfers kleines Nachtgebet


Lieber Gott, beschere uns Wind,
damit wir Surfer glücklich sind.
Gib uns Kraft und Energie.
Wie du weißt, wir brauchen sie.
Gib unseren Frauen Verständnis und Geduld,
dass sie nicht Surfen ist nicht unsere Schuld.
Schütze uns vor Sonnenbrand
und segne unser Urlaubsland.

Amen

 


Ich wünsche mir die 80-er Jahre zurück

Wo muss ich drücken? Wo muss ich schalten?
Ich kann es mir einfach nicht behalten.
Die neue Fernbedienung „multifunktional“,
ist für mich die reinste Qual.
Nichts ist mehr easy, alles hochkompliziert,
"Gott sei Dank" hat mein Schatz Informatik studiert.
Jeden Tag denke ich aufs Neue,
wie ich doch den technischen Fortschritt bereue.
Fernsehen schauen heute, ich möchte nicht lügen,
ist für mich Stress und kein Abendvergnügen.
Ständig passiert etwas und ich weiß nicht warum.
Bin ich denn plötzlich zum Fernsehen zu dumm?
Auf dem Bildschirm im TV erscheint eine Uhr,
ich habe dreißig Sekunden nur
um die Taste OK zu drücken.
Ansonsten würde ich ins Leere blicken.
Ich drücke OK und das nicht zu knapp,
da schaltet sich der Fernseher trotzdem ab.
Mein Technikfreak meint, das kann schon mal sein,
da schaltet sich die „eigene Intelligenz“ jetzt ein.
Er versucht mir zu erklären, was das Gerät alles kann,
ich schaue ihn verzweifelt und hilflos an.
Der Vortag ist sicher sehr informativ und schön,
doch ich möchte endlich meinen Film zu Ende sehn.
Nun stehen zwei Fernseher mit der neusten Technik bereit
und ich habe an keinem der Geräte mehr Freud´.
Ständig diese Belehrungen und Diskussionen,
da schalte ich gar nicht erst ein, um die Nerven schonen.
Lieber suche ich mir ein Plätzchen, genieße die Stille,
greife zum Buch und der Lesebrille.


Ich wünsch mir die 80-er Jahre zurück, liebe Leute.
Da war Fernsehen noch einfach, nicht so problematisch wie heute.





Flugangst

Ob Groß, ob Klein, ob siebzig oder sieben,
fast jeder Mensch hat Angst vorm Fliegen.
Erst sieht man es locker und ist ganz munter.
Dann fragt man sich: „ Komm ich gut runter?“
Als geht es hier um Kopf und Kragen,
wird mir stets ganz flau im Magen.
Ich brauche meinen ganzen Mut
und hoffe, es geht wieder gut.
Die Flugbegleiterin schaut fröhlich drein,
dann kann es nicht gefährlich sein.
Mit wachem Blick und der nötigen Strenge,
verweist sie auf die Notausgänge.
Beim Erwähnen der Schwimmwesten unter den Sitzen,
 gerate ich jedoch ins Schwitzen.
Doch Freunde, es kommt noch viel krasser.
Es gibt einen Rettungsplan für eine Landung im Wasser.
Der Plan in der Tasche am Vordersitz,
 ist doch wohl ein schlechter Witz.
So etwas kann doch nicht beruhigend sein.
Im Notfall ist die Rettungsinsel viel zu klein!
Sauerstoffmasken für den Druckausgleich!
Jetzt werden mir die Knie ganz weich.
Worauf habe ich mich nur eingelassen?
Das ist doch wirklich nicht zu fassen.
Meinen Sitz-Nachbarn scheint dies nicht zu stören.
Er scheint nicht einmal zuzuhören.
Er liest ganz interessiert „Die Welt“,
während meine gerad´ zusammenfällt.



Rhodos

Blütenduft und Sonnenschein,
frischer Wind, geharzter Wein,
auf den Liegestühlen und Badematten,
Sonnenanbeter und Leseratten.
Wir haben über 30 Grad
und freuen uns auf ein kühles Bad.
Jung und Alt haben ihren Spaß
und tummeln sich im kühlen Nass.

An der Surfstation wehen die Fahnen.
Surfer ziehen ihre Bahnen.
Menschen die uns so vertraut,
um uns herum, - wohin man schaut.
Jeder sehnt sich nach etwas Ruh,
und schaut dabei den Surfern zu.
Von der Poolbar klingt ganz leise,
eine alte, griechische Weise.

Abends bummeln wir durch Yallissos,
ein kleiner Ort, in dem viel los.
Tavernen, in denen man gut essen kann,
ziehen uns jeden Abend an.
Gern schlendern wir den Strand entlang,
schauen in den Sonnenuntergang.
Träumen ein wenig von unseren Lieben,
die in der Heimat sind geblieben.


...unser Geheim-Tipp im Winter!

Ab in die Wärme, nicht lange überlen,

einfach mal der Sonne entgegen.






Santa Maria - auf Sal


Der Wind säuselt leise und streichelt die Haut

auf eine Weise, die mir so vertaut.

Ich genieße die Zeit.

Die Brandung zischt und entlädt sich mit Wucht,

drückt ihre Wellen in die goldgelbe Bucht.

Die Gischt fliegt weit, - so weit.

Stimmen in allen Sprachen haben viel zu erzählen.

Am Horizont Schirme und Segel, die im Passatwind sich quälen,

der Wind trägt sie weit übers Meer.

Kinder spielen am Strand in der gleißenden Sonne,

bauen Burgen aus Sand, schöpfen Wasser mit Wonne,

laufen flink hin und her.

Surfer-Boys und wilde Kiter sind ihren Träumen so nah.

Mutige Wellenreiter tummeln sich auf Sal - Jahr für Jahr,

den Wind im Visier.

Heiße Rhythmen aus der Ferne dringen durch die lauwarme Nacht.

Am dunklen Himmel funkeln Sterne, nur der Mond hält noch Wacht.

Solche Nächte wünsche ich mir.




Über einen Eintrag ins Gästebuch

würde ich mich sehr freuen.

 

Schau mal wieder rein!

Gudrun Nagel-Wiemer


Wer Rechtschreibfehler findet, kann sie behalten.

Ich habe genug davon.


  Wenn Sie noch mehr von meinen Gedichten über andere Themen lesen möchten,

        Über 300 Gedichte von mir unter:

Gedichtesammlung.net /Autoren/ Gudrun Nagel-Wiemer.












































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 

















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 
















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 

















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 

















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 

















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 

















































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































 



























































































































































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